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Massimo Rocchi - Ein Poet des Lachens

Auf der Bühne steht, nein vibriert, säuselt, sprüht einer, der sich die Menschen genau ansieht. Wo immer er sie trifft, ob in Italien, Frankreich, der Schweiz in Deutschland - oder im Publikum. Er hat Sprachen und Theater, viel mehr noch Kulturen studiert, ist an der "Ecole Internationale Marcel Marceau" zum meisterhaften Pantomimen und in Bologna zum exzellenten Schauspieler ausgebildet worden.

Wer den heute 59jährigen auf der Bühne sieht wird lachen. Nicht irgendein hämisches Lachen über die Fehler von anderen, oder ein verlegenes oder ein gequältes. Eines, das nicht von oben aus dem Kopf rinnt, sondern von untenhochgluckst und sich den Weg bahnt. Es ist ein Lachen über sich selbst, ein erlösendes, befreiendes. Der Mime erzählt Geschichten, spielt dabei mit den Sprachen wie mit seinen Identitäten, erzählt Phantastisches und Abstruses und lässt dabei so manchen Höhenflug jäh abstürzen. Seine Bühnenpräsenz ist dabei "massimo": maximal. Sein Körper, sein Gesicht und seine Sprechwerkzeuge besteht aus durchtrainierten Muskeln, die Ihm schier jegliche mimische und gestische Freiheit geben und Ihn virtuos die Rollen wechseln lassen - vom Adler über einen Fussballer bis hin zum Würstchen, alle Heerscharen, Mitspieler und Beilagen zugleich.

Der in Cesena geboren und mittlerweile in Basel lebende Rocchi ist Komiker, kein Witzemacher - dazwischen liegen Welten. Er selbst erklärt es so: "Ich glaube, der Unterschied zwischen Komik und Witz ist: Nach einem Witz geht die Gesellschaft nach Hause. Es gibt ein Ende, es ist fertig. Nach Komik geht es weiter, weil der Komiker das Hauptofper der Situation ist. Dass heisst, der Komiker, den ich liebe, sagt mir, wie dumm er war und was er Dummes gemacht hat." Und warum verliebt man sich in ihn, den Komiker, nie aber in einen Witzemacher? Roger de Weck in DIE ZEIT erklärt  das Phänomen Massimo Rocchi: "Weil er die Menschen liebt. Er lässt uns aufleben und versinken, wie wir sind. Böse, Unendlich zart. Bestürzend. Begeisternd: Massimo Rocchi."

(Hilde Weeg)

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