Circo Massimo
Mit "Circo Massimo" pendelt Massimo Rocchi zwischen Rom, Brüssel und Albisgüetli. Der italienisch-europäische Schweizer mit Doppelpass, geht auf die Suche nach seiner Identität. Er führt uns durch seine beiden Welten, ist Italiano con "Gschpüri" und Schweizer mit "Spontaneità".
Nach seinem erfolgreichen Programm „äuä“ parliert der Wortakrobat erneut in mehreren Sprachen. Mit dem Publikum und vor allem mit sich selber - fast wie Gollum, das gespaltene Wesen aus "Herr der Ringe", zumal sich Massimo Rocchi ähnlich sieht. Zwei Identitäten, die er nicht einfach so abtun mag. Aus Ich und die Anderen ist gewissermassen ein Ich und Ich geworden – mit all seinen Konsequenzen. Der Schweizer in ihm liest beim Frühstück die Zeitung, wenn der Italiener gerade nach Hause kommt. Und während der Schweizer überlegt, was wäre, im Falle, dass, antwortet der Italiener, bevor er die Frage gehört hat. Diese Dualität, gepaart mit einer unvergleichlichen Beobachtungsgabe, erlaubt es dem Künstler, hinter die Dinge zu blicken. Scheinbar Alltägliches entpuppt sich in „Circo Massimo“ als Kuriosum. Wo nötig, setzt der Sprachjongleur seine bei Marcel Marceau erworbenen Fähigkeiten als Pantomime ein. Gestik und Mimik spielt eine wesentliche Rolle. Umso mehr, als der Gewinner zahlreicher Preise (u.a. Salzburger Stier, Deutscher Kleinkunstpreis, Swiss Award) ausser den beiden Reisepässen keinerlei Hilfsmittel verwendet, ganz nach dem Motto seiner Lehrmeister: „Komm mit nichts, damit du alles spielen kannst.“ Etwa den deutschen Torwart Oliver Kahn, das Kamel Suleika oder Bundesrat Blocher. Doch politischer Kabarettist ist Massimo Rocchi deswegen nicht. Eher eine Mischung aus Ethno- und Soziologe, ausgestattet mit einem äusserst feinen Gespür für seine Umwelt. Der Sohn eines Altphilologen nimmt kulturelle und sprachliche Besonderheiten aufs Korn, spricht italienisch-schweizerische Eigenheiten an, wie die Unterschiede bei den Salatgewohnheiten, bei den Sandwichformen und bei der Art des Zuprostens – denn „dazwischen“, so der Svitaliano, „liegen Welten“.
Massimo trifft auf Rocchi – Furioso!
Pressestimmen:
NZZ (April/2005)
Berner Zeitung (Sept./2006)
Tagesanzeiger (Febr./2006)


